Schottische Glückseligkeit – Shortbread, Schottland, Tee

Schottische Glückseligkeit – Shortbread, Schottland, Tee

von Endlich Geniessen

Auch die frühen Schotten hatten sicherlich schon ihre gestohlenen Stunden. Schwert weg, Schottenrock ausziehen und mit einer guten Tasse Tee entspannt von der Burg aus über die Lochs und Highlands blicken.  Und was durfte damals wie heute keinesfalls fehlen? Genau – Shortbread. Nicht von ungefähr heißt es, daß die schottische Küche mittlerweile der englischen weit überlegen ist.
 

Die deutsche Hausfrau von heute empfindet das einfache Gebäck auf den ersten Blick als recht unvollständig und mager. Und eigentlich sind das ja „nur“ simple Mürbeteigkekse. Das englische Wort für mürbe ist übrigens „short“… . Der ganz frühe Name von Shortbread war „Bis-Cuit Bread“, also ein zweites Mal gebacken, bis der übrige gebliebene Teig schön hart und haltbar wie ein Zwieback wurde.

 

 

Shortbread findet man in variierenden Formen. Als „Fingers“ zum Stippeln, als „Rounds“ und als „Petticoat Tails“. In runder Form symbolisiert das Gebäck an Neujahr die Sonne als sogenannte „Yule Cakes“. Und wer sich fragt, woher die Schotten früher das Reismehl bezogen? Gar nicht, die stellten das Shortbread mit Haferflockenmehl her. Das ist aber bei uns recht schwer erhältlich, man könnte es sicher auch selbst herstellen und die Variation ausprobieren.
 

Und wie schmeckt das Shortbread? Also für mich geht bei Shortbread zum Tee oder Kaffee auch gleich die Sonne auf!
Der buttrigsüße und leicht salzige Geschmack in Verbindung mit der mürb-röschen (von rösch, nicht von der Rose) Konsistenz, schmeckt so anders, als unsere einheimischen Gebäckarten. Noch außergewöhnlicher wird es dann sicher mit den Variationen, wenn man Ingwer beifügt.

 

3 Tips zum Shortbread backen

  1. Ich kann empfehlen, daß man kleine Fingerfood Einheiten herstellt, weil der Teig einfach so unglaublich bröselig ist. Es zerbricht, was mehr als zwei Zentimeter breit ist. Dem Geschmack tut das aber im wahrsten Sinne des Wortes keinen Abbruch.
  2. Muster einstechen und Dreiecke einschneiden nicht vergessen. Sieht viel hübscher aus. Ich habs vergessen, wie man auf den Fotos sieht.
  3. In einer Keksdose aufbewahren, sonst zieht Shortbread Feuchtigkeit.

 

Rezept Shortbread


Zutaten

  • 250 g weiche gesalzene Butter
  • 65 g Zucker
  • 65 g Puderzucker
  • 125 g Reismehl (bei mir frisch gemahlen aus normalem weißen Reis mit dem Thermomix)
  • 250 g Mehl
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    Zubereitung

    Gesalzene Butter aus dem Kühlschrank nehmen und weich werden lassen.

    Backofen auf 160 Grad vorheizen.

    Butter, Zucker und Puderzucker verrühren.

    Reismehl und Mehl mit unterkneten, noch eine Prise Salz dazu je nach Geschmack.

    Teig nicht zu dünn ausrollen auf einer bemehlten Fläche.

    In eine gefettete flache Form hineinlegen.

    Muster hineinstechen mit der Gabel. Eventuell die Form schon vorschneiden, damit man diese nach dem Backen gleich gut trennen kann.

    Dann 45 Minuten langsam bei 160 Grad hellgelb backen.

    Solange der noch heiß ist, kann man die vorgeschnittenen „Petticoat Tails“-Stücke aufteilen, später zerbröselt alles.

    Abkühlen lassen.

     

    Endlich Geniessen

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