Omas Speckknödel

Omas Speckknödel

verfasst von Endlich Geniessen

Für kalte Wintertage ist dieses herzhafte Gericht wärmstens zu empfehlen. Die Oma meiner Freundin stammte aus Mähren. Dort hat es die Speckknödel oft gegeben. Es ist ein typisches Wintergericht und erinnert uns an frühe Kindheitstage. 

Bei der Planung ist zu beachten, daß die Kartoffeln schon am Vortag gekocht werden müssen und zwar mit der Schale. Das Kraut sollte ebenfalls am besten einen Tag vorher angesetzt werden, damit es schön durchziehen kann. Mindestens aber sollte es zwei Stunden köcheln. Beim Kraut am besten unbehandeltes Weißkraut oder selbst gemachtes Sauerkraut vom Bauern verwenden. Beim Speck natürlich auf Bioqualität achten oder vom Biohof oder wie bei unseren Speckknödeln beim Hofladenmetzger direkt kaufen. 

 

Kartoffelknödel rollen

Diese Speckknödel sind einzigartig nach Omas Art und nicht zu verwechseln mit Böhmischen Knödeln oder den Tiroler Speckknödel. Der Speck kommt bei diesem Rezept nämlich nicht in die Knödel oder wird gar vermischt, wie bei den Tiroler Speckknödel. Hier werden alle drei Komponenten, die Knödel, das Sauerkraut und der ausgelassene Speck, getrennt serviert. Der Gries macht den Kartoffelknödelteig übrigens schön locker. Mit dem Mehl sollte man sparen, damit die Knödel nicht zu fest und klebrig werden, also nur als „Notmehl“ verwenden.

Die Knödel selbst sind schnell fertig gerieben, gerollt und gekocht und währenddessen kann der Speck schön ausgelassen brutzeln. Gut vorbereitet ist man am Serviertag ganz schnell fertig.

 

Rezept Speckknödel mit Kraut

Zutaten

  • Sauerkraut
  • Zucker (je nachdem wie sauer das Kraut ist)
  • Wacholderbeeren nach Geschmack (bei uns waren es ganze 25 Beeren)
  • Lorbeerblätter
  • Zwiebeln, nur wenn man mag
  • Kartoffeln, mit Schale am Vortag gekocht
  • ein Ei Grieß
  • Speisestärke
  • wenig Mehl
  • Salz
  • Speck

 

Zubereitung

Kraut
Eine Hälfte vom Kraut in einen Topf. Zucker, Wacholderbeeren und
Lorbeerblätter (und wer mag Zwiebeln) und dann die andere Hälfte vom Kraut dazu.
Mindestens zwei Stunden köcheln lassen. Noch besser: am Vortag zubereiten.

Kartoffelknödel
Die am Vortag gekochten Kartoffeln schälen, mit einer Küchenreibe ganz fein reiben. Klümpchen sind absolut verboten. Gries, ein Ei und eine Prise Salz in die Kartoffelmasse geben, mit den Händen vermengen, nach Bedarf wenig Mehl dazu.
Knödel formen (evtl. Hände mit Mehl bestäuben), ab ins kochende Salzwasser und zwar bis sie aufsteigen. Noch kurz ziehen lassen (Empfehlung: einen Probierknödel vorab testen).

Speck auslassen
In kleine Würfel schneiden und langsam in einer Pfanne auslassen.
Knödel auf einen Teller, Speck drüber und Kraut dazu.

 

Endlich Geniessen

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